Förderung & Beratung

Förderung von PV-Anlagen: Mit Photovoltaik auf dem Dach Energiekosten sparen


Lesezeit 4'

05.07.2022 von Michael Podschadel
Förderung & Beratung

Förderung von PV-Anlagen: Mit Photovoltaik auf dem Dach Energiekosten sparen


Lesezeit 4'

05.07.2022 - Michael Podschadel

Die Installation von Photovoltaikanlagen ist eine gute Lösung, um bei aktuell stark steigenden Energiepreisen die Kosten im Griff zu behalten. Sie lohnt sich auch dann noch, wenn die staatliche Förderung für PV-Anlagen, für Batteriespeicher oder für eine Ladestation, auch Wallbox genannt, aktuell sehr überschaubar sind.

Nahaufnahme eine Photovoltaic
Nahaufnahme der Photovoltaikanlage.

Fördermöglichkeiten von Photovoltaik im Überblick

Eine direkte Förderung für neu installierte PV-Anlagen gibt es aktuell nur vereinzelt. In manchen Städten gibt es kommunale Zuschläge für Solarstromsysteme und Solarthermie, abhängig von Größe und Leistung der installierten Anlagen. In anderen Städten werden nur mitinstallierte Batteriespeicher gefördert.

Und in Nordrhein-Westfalen werden seit April 2022 auch die Stromspeicher nicht mehr gefördert, dafür aber Ladestationen für E-Autos, die zusammen mit einer neuen PV-Anlage gebaut werden. Im KfW-Programm Ladestationen für Privatleute sowie in den Förderprogrammen der weiteren Bundesländer werden 2022 aufgrund der starken Nachfrage keine neuen Anträge mehr angenommen.

Photovoltaik und Blume auf einem Dach
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PV-Anlagen rechnen sich auch ohne Förderung

Die bescheidenen Fördersummen sind allerdings ohnehin kaum ausschlaggebend für die Anschaffung einer PV-Anlage fürs eigene Dach. Immerhin muss man für eine ertragreiche Photovoltaikanlage gerne 10.000 Euro und mehr investieren. Die Investition in eine gut geplante PV- oder Solaranlage lohnt sich aber trotzdem. Das hat drei zentrale Gründe:

  • hoher Eigenverbrauch
  • Einspeisevergütung
  • Installation eines Batteriespeichers
photovoltaic Anlage auf dem Dach
Aufnahme einer Photovoltaikanlage.

PV-Anlagen: Hoher Eigenverbrauch spart Geld

Die direkte Förderung von Photovoltaik-Anlagen oder Solarthermie für Privathaushalte ist in Deutschland derzeit sehr überschaubar. Dennoch kann sich die Installation schnell amortisieren, wenn möglichst viel des produzierten Stroms für den Eigenverbrauch genutzt wird. Denn der grüne Strom von Dach kostet umgerechnet derzeit weniger als die Hälfte von dem, was der örtliche Energieversorger berechnet. Und da die Energiepreise weiter rasant steigen, lohnt sich die PV-Anlage wahrscheinlich sogar noch früher als erwartet.

Derzeit variieren die Prognosen für die Amortisierungsdauer neuer Anlagen. Manche Fachleute sprechen von 5 bis 7 Jahren, andere nennen 8 bis 12 Jahre. Da Anlagen mit PV-Modulen von hoher Qualität schon 20 Jahre laufen sollten, stimmt die Rechnung in jedem Fall – nicht nur für Umweltfreunde, sondern auch für Sparfüchse.

Geld verdienen dank Einspeisevergütung

Die verlässlichste Förderung für den Strom vom eigenen Dach ist derzeit die Einspeisevergütung. Das ist die Summe, die man für die Einspeisung des überschüssigen Stroms aus der PV-Anlage ins öffentliche Netz erhält. Sie liegt mit derzeit unter 7 ct/kWh allerdings weit unter dem Niveau von vor ein paar Jahren. Hier findet sich ein EEG-Rechner, mit dem sich die Einspeisevergütung einer PV-Anlage online berechnen lässt.

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Eigenverbrauch mit Batteriespeichern auf 50 Prozent steigern

Batteriespeicher sind aus zwei Gründen interessant. Zunächst gibt es in einigen Bundesländern Förderprogramme für die Energiespeicher, die sicher 2022 oder 2023 im Rahmen der Energiewende wieder mit neuen Finanzmittel ausgestattet werden.

Der größte (Preis-)Vorteil ist aber die Möglichkeit, den Eigenverbrauch des erzeugten Stroms von ungefähr 30 Prozent auf rund 50 Prozent zu steigern. Die Batterie speichert den Strom nicht über Tage, aber über mehrere Stunden, sodass er auch nach Sonnenuntergang noch genutzt werden kann. Durch die stärkere Nutzung des selbsterzeugten Stroms reduziert sich der teure Zukauf beim Energieversorger noch einmal deutlich.

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Günstige KfW-Kredite für PV-Anlage und Stromspeicher

Wer eine Finanzierungshilfe für seine Solaranlage oder die Nachrüstung eines Batteriespeichers sucht, ist bei der staatlichen KfW-Bank an der richtigen Adresse. Die KfW bietet unter dem Namen Erneuerbare Energien 270 ein Programm, mit dem die Förderung von PV-Anlagen über zinsgünstige Kredite möglich ist. Ein praktischer Förderassistent hilft zudem gleich online auf der Website bei der Erstellung des notwendigen Kreditantrags.

Förderung PV-Anlage: Zeit ist Geld

Wer seine neue Photovoltaikanlage bezuschussen lassen will, sollte in jedem Fall eines bedenken: Die meisten Förderungen sind an Termine gebunden. Liegt etwa zu viel Zeit zwischen der Installation einer neuen Anlage und einem nachträglichen Förderantrag, kann dieser aufgrund versäumter Antragsfristen abgelehnt werden. Deshalb ist es wichtig, sich regelmäßig zu informieren, um neue Förderprogramme der Bundesländer und/oder Städte und Kommunen nicht zu verpassen

Beratung: Experten der Verbraucherzentrale informieren aktuell

Was derzeit grundsätzlich bezuschusst wird, ist eine umfassende Beratung zur Installation einer PV-Anlage auf dem eigenen Dach durch die Verbraucherzentrale. Interessierte kostet der empfehlenswerte Termin nur 30 Euro, die Wartezeiten sind allerdings lang. Hier gewinnt man, abhängig von der jeweiligen Dachfläche, einen ersten Eindruck von den zu erwartenden Kosten.

Und man erfährt auch, was in Angeboten von Handwerken gerne mal vergessen wird – etwa die Kosten für die Einrüstung. Wer einen ersten Einstieg ins Thema sucht, der wird beim Bayerischen Rundfunk fündig. Der Sender hat eine Internetseite mit interessanten Informationen sowie einen unterhaltsamen Podcast zur Frage „Was kostet eine Solaranlage für den Eigenbedarf?“ zusammengestellt.

Sie wollen wissen, was eine PV-Anlage kostet? Dann nutzen Sie unseren Photovoltaik-Rechner!